Schroeder / Hansen

Stabilisierungseinsätze als gesamtstaatliche Aufgabe

Erfahrungen und Lehren aus dem deutschen Afghanistaneinsatz zwischen Staatsaufbau und Aufstandsbewältigung (COIN)

Herausgegeben von Robin Schroeder, Stefan Hansen

2015, 427 S., Broschiert,
ISBN 978-3-8487-0690-7

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Der Stabilisierungseinsatz in Afghanistan hat die Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik so nachhaltig geprägt wie kein internationales Engagement zuvor. Der deutsche Beitrag zum Wiederaufbau des Landes war dabei von einem gesamtstaatlichen Ansatz geprägt, bei dem Sicherheit und Entwicklung ineinandergreifen sollten. Die Realität im Einsatzland stellte die deutschen Soldaten, Diplomaten, Entwicklungshelfer und Polizeiausbilder jedoch vor enorme Herausforderungen.

Das Ende des Mandats der internationalen Schutztruppe ISAF zum Jahreswechsel 2015 gibt Anlass, die hier gewonnenen Erfahrungen und Lehren der unterschiedlichen zivilen und militärischen Akteure festzuhalten. Vor dem Hintergrund einer bestenfalls gemischten Erfolgsbilanz, aber auch angesichts der aktuellen Krisen und Konflikte an den Rändern Europas, ist eine solche Aufarbeitung des Einsatzes von außerordentlicher Relevanz.

Der Sammelband bringt eine einzigartige Vielfalt an Perspektiven von einsatzerfahrenen militärischen und zivilen Führungskräften zusammen. Abgerundet wird das Bild durch Analysen der strategischen Konzepte, die den Einsatz prägten, der Perspektive aus den einzelnen Bundesministerien sowie der persönlichen Bilanz von bedeutenden politischen Entscheidungsträgern.

Mit Beiträgen von: Phillip Ackermann, Hans-Peter Bartels, Jörg Bentmann, Christian von Blumröder, Marcel Bohnert, Axel Dohmen, Udo Ewertz, Dirk Freudenberg, Hans-Werner Fritz, Axel Gablik, Dorothea Gieselmann, Volker Halbauer, Stefan Hansen, Jannis Jost, Bruno Kasdorf, Joachim Krause, Wolfgang Lauenroth, Winfried Nachtwei, John A. Nagl, Stefan Oswald, Wolf Plesmann, Hans-Joachim Ruff-Stahl, Helge Rücker, Marcus Schaper, Ulrich Schlie, Björn Schreiber, Robin Schroeder, Hendrik Staigis, Gerald Stöter, Christine Toetzke, Christopher Urbas, Florian Wätzel und Matthias Weber.

„Der beispiellose internationale Einsatz in Afghanistan steht exemplarisch dafür, wie eine Intervention einem Land den Weg zu einem grundlegenden Neuanfang ebnen kann. Gleichzeitig zeigt er die gewaltigen Probleme und Grenzen eines Stabilisierungsversuchs von außen. Gerade in einer Zeit heftiger internationaler Umbrüche, in der allzu leicht nach Interventionen gerufen wird, um Regionen zu befrieden oder Leid zu mildern, ist es wichtig, sich der Erfahrungen aus Afghanistan zu erinnern. Der vorliegende Band leistet hierzu einen hervorragenden Beitrag, weil er die ganze Breite des zivil-militärischen Handelns am Hindukusch aufzeigt.“
Dr. Karl-Heinz Kamp, Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik

„Vom Ende her denken – das ist eine der wesentlichen Lehren aus dem ressortübergreifenden Einsatz in Afghanistan. Nur wer weiß, was er am Ende erreichen will, kann alle notwendigen Kräfte ordnen und zur besten gegenseitigen Unterstützung zur Entfaltung bringen. Die COIN-Doktrin hat dies als einen Prozeß von „Shape to Clear to Hold to Build“ beschrieben. Nur wenn klar ist, was in der Phase Build erreicht werden soll, können die vorangehenden Phasen sinnvoll und zielgerichtet umgesetzt werden. Der Auftrag der Soldaten der ISAF war es, Sicherheit durchzusetzen und zu halten und damit die Voraussetzungen für den Aufbau der afghanischen Sicherheitskräfte zu schaffen. Ohne Sicherheit ist kein ziviler Aufbau möglich. Das eine bedingt das andere und umgekehrt. Dieser Sammelband beleuchtet diese Aspekte von allen Seiten, sehr offen und zur Diskussion anregend. Es ist eine überfällige Diskussion, die wir angesichts eines immer fragileren Sicherheitsumfeldes dringend benötigen!“
Generalleutnant Jörg Vollmer, Inspekteur des Heeres, Kommandeur Regionalkommando Nord in 2009 und 2013/14

„Mit der zunehmenden Fragilität vieler Staaten und der Zunahme der von ihnen ausgehenden Bedrohungen werden Stabilisierungseinsätze auch künftig ein wichtiger Teil der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik sein. Das Auswärtige Amt hat mit der Schaffung einer neuen Abteilung für „Krisenprävention, Stabilisierung und Konfliktnachsorge“ die Konsequenz aus vielen der wertvollen Erfahrungen gezogen, die in diesem Buch bilanziert werden. Entscheidend bleibt das Zusammenwirken aller Akteure innerhalb der Bundesregierung – dafür müssen wir weiter an den richtigen Strukturen und den richtigen Anreizen arbeiten.“
Dr. Thomas Bagger, Leiter des Planungsstabes im Auswärtigen Amt

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