Brand / Görg

Zur Aktualität der Staatsform

Die materialistische Staatstheorie von Joachim Hirsch

Herausgegeben von Prof. Dr. Ulrich Brand, Prof. Dr. Christoph Görg. Unter Mitarbeit von Mag. Benjamin Opratko

2018, 244 S., Broschiert,
ISBN 978-3-8487-4962-1

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Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hat die historisch-materialistische Gesellschaftstheorie wichtige Beiträge zur Rolle des Staates geleistet. Insbesondere seit den 1970er Jahren fragte eine Strömung, die sich zum „westlichen Marxismus“ zählte: Warum nimmt politische Herrschaft in bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaften die spezifische Form des Staates an? Wie transformiert sich der Staat historisch in enger Verbindung mit gesellschaftlichen Veränderungen?

Joachim Hirsch ist ein herausragender Vertreter dieses theoretischen Ansatzes, der die Frage nach der Staatsform ins Zentrum gestellt hat. Er hat Begriffe wie „Sicherheitsstaat“, „nationaler Wettbewerbsstaat“ und „Internationalisierung des Staates“ geprägt und die materialistische Staatstheorie mit der Hegemonietheorie Antonio Gramscis und der Regulationstheorie produktiv verknüpft. Wichtige politische Kritiken und Perspektiven verdichten sich in Hirschs Konzepten wie „radikaler Reformismus“ und „soziale Infrastruktur“.

Das Werk ist Teil der Reihe Staatsverständnisse, Band 113.

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