Heinelt

Minderheitenrechte und Interessenvermittlung

Die Wirkung von Autonomie- und Konsultationsrechten in Lateinamerika aus vergleichender Perspektive

Von Dr. Marie-Sophie Heinelt

2018, 447 S., Broschiert,
ISBN 978-3-8487-4648-4

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(Wie) Fördern Autonomie- und Konsultationsrechte indigene Selbstbestimmung? Um diese Frage zu beantworten, schlägt die Autorin einen vergleichenden, methodisch innovativen Ansatz vor, der die Ebene der (oft informellen) Interaktionsmuster zwischen unterschiedlichen Akteursgruppen besonders berücksichtigt und netzwerkanalytisch untersucht. Über die Kombination aus prozessanalytischen Fallstudien zu Entscheidungsverfahren über infrastrukturelle und extraktive Projekte in Kolumbien, Panama und Chile und deren vergleichender Analyse werden sowohl Wirkungszusammenhänge als auch kausale Muster aufgezeigt. Sonderrechte sind weniger ausschlaggebend als erwartet. Stattdessen wird die Bedeutung akteursspezifischer und interaktionsbasierter Voraussetzungen für die Wahrung indigener Selbstbestimmung betont: Formalisierte interne Handlungsmodi und Mobilisierungsressourcen indigener Organisationen sowie vorangehende Interaktionen mit staatlichen Institutionen sind entscheidend.

Das Werk ist Teil der Reihe Demokratiestudien. Demokratie und Demokratisierung in Theorie und Empirie, Band 8.

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