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Seifert

Japan in Ostasien

Historische Hypotheken

Von Prof. Dr. Wolfgang Seifert

2019, Rund 250 S., Broschiert,
ISBN 978-3-8487-0771-3

In Vorbereitung für Februar 2019

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Japan, seinerseits vom Westen bedrängt, entwickelte zwischen 1870 und 1945 eine partiell andere Sicht auf Korea und China als die in den westlichen Kolonialmächten vorherrschende. Westliche Kolonialmächte betrachteten die Kolonialbevölkerungen häufig als Objekt einer „Zivilisierung“ oder versagten ihnen Entwicklung. Dieses Muster gilt nicht unbedingt für Japans Dominanzstreben.

In vier Fallstudien werden mögliche Unterschiede ausgelotet. Bewirkte das Völkerrechtsdenken des 19. Jahrhunderts „Lerneffekte“ in Japan, als es Korea in seinen Einflussbereich hineinzog? Lag der japanischen Politik dort seit der Annexion 1910 eine rassistische Sicht zugrunde? Welche Wandlungen machte Japans Legitimationsstrategie während seiner militärischen Expansion in Ostasien durch? Und nach 1945: Gab es eine japanische Selbstkritik, die sich in ihren Maßstäben auch an geistigen Positionen des modernen China orientierte statt nur an den Alliierten? Japanische Quellen bilden das Material für die Untersuchung.

Das Werk ist Teil der Reihe Japan in Ostasien | Japan in East Asia, Band 1.

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