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Schweidler

Opfer in Leben und Tod - Sacrifice Between Life and Death

Ergebnisse und Beiträge des Internationalen Symposiums der Hermann und Marianne Straniak Stiftung

Herausgegeben von Walter Schweidler

Academia,  2010, 307 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-89665-501-1


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Das Werk ist Teil der Reihe West-östliche Denkwege (Band 16)
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Das Opfer ist eine der ursprünglichsten Formen, in denen der Mensch sich zum Transzendenten verhält. Man findet es in allen Kulturen und auf allen Stufen der Menschheitsentwicklung. Das Opfer ist wesentlich für das Verständnis der Identität, der Stabilität und möglicherweise sogar der Entstehung menschlicher Gesellschaften. Es ist ebenso von entscheidender Bedeutung für die Frage nach dem Grund und Sinn menschlichen Leidens. Das Opfer ist der elementarste Ausdruck für die Einsicht in die originär paradoxe Verfassung des menschlichen Daseins: dass unser Leben seinen Sinn nur in der Hingabe an das finden kann, was uns wichtiger ist als die Befriedigung unserer unmittelbaren Willensziele und letztlich sogar wichtiger als unsere Selbsterhaltung.
Aber gibt es überhaupt 'das Opfer'? Das deutsche Wort 'Opfer' verbindet in sich schon die Bedeutung der beiden wesentlich zusammengehörigen, aber doch auch deutlich unterschiedenen Begriffe von sacrificium und victima. Der Mensch opfert, aber er wird auch geopfert. Es gibt das Fremdopfer und das Selbstopfer, das freiwillige und das unfreiwillige Opfer. Gerade wegen seiner universalen Dimensionen bedarf der Begriff des Opfers der philosophischen Analyse und Klärung, und dafür kommt wiederum dem Dialog zwischen östlichem und westlichem Philosophieren schlüsselhafte Bedeutung zu.

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