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Frank

Licht in der Finsternis

(Svet vo t'me) Eine christliche Ethik und Sozialphilosophie
Karl Alber,  2008, 306 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-495-47939-1

36,00 € inkl. MwSt.
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Simon Franks „Versuch einer christlichen Ethik und Sozialphilosophie“ ist seine intellektuelle Antwort auf die Katastrophen in Europa in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Entwurf entstand bereits in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg, im ersten Kriegsjahr wurde das Buch niedergeschrieben, nach 1945 radikal überarbeitet.
Auch in dieser Schrift zeigt sich des Autors umfassende Kenntnis westlicher Philosophie und Kultur, deutlich geprägt ist er von Goethe, Nikolaus von Kues, Meister Eckart und Nietzsche, zudem hatte er unter anderem Schleiermacher und Georg Simmel ins Russische übersetzt. Diese Kenntnisse kombiniert Frank mit typisch russischen Fragestellungen, mit Fragen nach Sinn und Erlösung.
Es ging ihm um das Böse in der Welt und um die soziale und moralische Position des Christen in dieser Welt. Frank hat mehrfach betont, dass er als freier Philosophie keiner Kirche den Vorzug gebe, vielmehr sieht er das Heil im Christentum als Lehre, in der Person Christi selbst.Der Weg zur Erlösung liege „in der Vertiefung der religiösen Selbsterkenntnis, in der Überprüfung der herrschenden Ideen“. Und genau das tut Frank in dieser Schrift mit seinem bisweilen eigenwilligen metaphysischen Realismus und religiösen Panentheismus. Im Vorwort schreibt er: „Unsere moderne religiöse Dürftigkeit lässt uns keinen anderen Weg zur rettenden Wahrheit des christlichen Glaubens, als sie von neuem - nicht aus den alten Büchern, sondern aus den Lektionen unseres unglücklichen Lebens - zu erkennen.“Dieses „Durchdenken der Lebens- und Geschichtserfahrung im Geiste des christlichen Glaubens“ ist ein unermüdlicher Versuch, die Frage zu durchdringen, was das für ein Licht ist, das in der Finsternis leuchtet, ohne die Finsternis gänzlich zerstreuen zu können und ohne von der Finsternis gänzlich überwunden zu werden.

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