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Eberl

Demokratie und Frieden

Kants Friedensschrift in den Kontroversen der Gegenwart
Nomos,  2008, 293 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-8329-3892-5


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Die Schlüsselbegriffe Demokratie und Frieden bestimmen die aktuelle Diskussion um die Gestaltung globaler Ordnung. Sie werden von Politikwissenschaft, Völkerrechtslehre und politischer Philosophie bevorzugt Immanuel Kants Schrift „Zum ewigen Frieden“ entnommen: Frieden sei nur unter Demokratien möglich, Demokratien die einzig legitimen Mitglieder eines Friedensbundes, Demokratie nur in supranationaler Gestalt zu erreichen. Alle diese Lesarten sind jedoch politisch motiviert. Wie ein hermeneutisch-ideologiekritischer Durchgang durch die Wirkungsgeschichte von Kants Schrift seit ihrem Erscheinen 1795 zeigt, waren politische Interessen schon immer ausschlaggebend bei der Aneignung ihres Inhalts. Auf der Basis einer kritischen Rekonstruktion der drei aktuell herrschenden Lesarten legt die Arbeit eine konkurrierende Interpretation der Friedensschrift und eine Bestimmung ihrer Aktualität vor. Der Zusammenhang von „Demokratie und Frieden“ wird rekonstruiert als Kants Projekt der Verrechtlichung inter- und transnationaler Beziehungen zur Verhinderung von Selbstermächtigungen staatlicher und nicht-staatlicher Akteure auf globaler Ebene.

»Eberls Arbeit stellt einen wichtigen Beitrag zur Rezeption Kants in den diskutierten Teildisziplinen, aber auch und vor allem zum kontextualisierenden Umgang mit politiktheoretischen Texten in der politischen Theorie und Ideengeschichte dar.«
Daniel Gaus, ARSP 1/12

»Mit dieser präzise durchgearbeiteten Verbindung von Ideologiekritik und eigener, pazifistischer Lesart der Kantschen Friedensschrift hebt sich Eberl von einer Diskussionslandschaft ab, die zwischen dem utopischen Gehalt einer friedlichen Weltföderation und der Rechtfertigung hegemonialen Machtstrebens in Kantischen Kategorien hin und her gleitet... Die Abhandlung argumentiert glasklar und zeigt den ideologischen Charakter der neueren Kant-Rezeption auf. Das ist wahrlich "nicht Nichts"(Hegel).«
Kolja Möller, [...]
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