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Andreas

Determinanten der Aufsichtsratsvergütung in deutschen Aktiengesellschaften

Eine panelökonometrische Untersuchung zur Effektuierung der Anreizorientierung
Nomos,  2011, 284 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-86618-606-4

29,80 € inkl. MwSt.
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Die Effizienz der Führungs- und Überwachungssysteme hat sich zu einem wichtigen Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb um Finanzmittel entwickelt. Im Mittelpunkt der aktienrechtlichen Reformbemühungen steht der Aufsichtsrat als zentraler Überwachungsträger des deutschen Corporate Governance-Systems. Angesichts der Professionalisierungsbewegung der Aufsichtsratsarbeit stellt sich die Frage, inwiefern die Unternehmen dieser Entwicklung durch eine Anpassung der Vergütungssysteme Rechnung tragen. Die Arbeit untersucht daher aus agencytheoretischer Perspektive, ob die Befunde zu den Einflussfaktoren der Aufsichtsratsvergütung auf eine Anreizorientierung hindeuten und die Vergütungsgestaltung somit beiträgt, Interessenskonflikte zu vermindern. Der Forschungsbeitrag beruht insbesondere auf drei Aspekten: Zunächst wird für die Hypothesenprüfung ein Datensatz von PRIME STANDARD-Unternehmen über den Zeitraum 2005-2008 erhoben. Dieser geht im Querschnittsumfang, Detaillevel und Neuigkeits-grad deutlich über vergleichbare Studien im deutschen Raum hinaus. Zweitens wird ein variablenreiches Wirkungsmodell spezifiziert, welches u.a. erstmals umfassend die Bedeutung von internen Corporate Governance-Merkmalen (d.h. Eigentümer- und Aufsichtsratsstrukturen) in der Bestimmung der Aufsichtsratsvergütung analysiert. Zuletzt kommen mit Random- und Fixed Firm Effects-Modellen methodisch fortgeschrittene Panelregressionen zum Einsatz, welche auf unbeobachtete merkmalsträgerspezifische Heterogenität kontrollieren und somit eine ökonometrisch rigide Untersuchung der Fragestellung erlauben. Im Ergebnis können statistisch signifikante Regressionsmodelle mehr als die Hälfte der Varianz der Stichprobe erklären. Es kann gezeigt werden, dass die wesentlichen Einflüsse auf die Höhe der Aufsichtsratsvergütung in der Unternehmenskomplexität und den Informationskosten, der Fremdkapitalmarktkontrolle, dem Unternehmenserfolg sowie in der Existenz und Wirksamkeit alternativer Disziplinierungsmechanismen der internen Corporate Governance des Unternehmens zu suchen sind. Verstanden als substantive Unternehmensentscheidung finden sich damit insgesamt empirische Belege, dass die Aufsichtsratsvergütung eine für die unternehmensspezifische Situation angepasste Vertragsgestaltung (Optimal Contracting) zur Überwindung von Interessenskonflikten widerspiegelt. Die Arbeit stellt theoretisch fundierte und praktisch anwendbare Erkenntnisse zum Status quo der Aufsichtsratsvergütung bereit und kann daher die Basis bilden, um zukünftige Aufsichtsratsreformen effektiver auszurichten.

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