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Godau-Schüttke

Die Heyde/Sawade-Affäre

Wie Juristen und Mediziner den NS-Euthanasieprofessor Heyde nach 1945 deckten und straflos blieben
Nomos,  3. Auflage 2010, 338 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-8329-5048-4

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Nach 1945 gelang es auch Medizinern und Juristen, ihre NS-Vergangenheit zu leugnen oder zu verharmlosen. Prof. Dr. med. Werner Heyde – vor 1945 Ordinarius für Psychiatrie und Nervenheilkunde an der Universität Würzburg – war als sogenannter Obergutachter im Rahmen der NS-Euthanasie für die Morde an über 80.000 Behinderten und Kranken verantwortlich.
Nach 1945 konnte er sich mit Hilfe von Juristen und Medizinern unter falschem Namen eine neue Existenz aufbauen. Er wurde Gerichtsgutachter und lebte unter dem Pseudonym Dr. med. Fritz Sawade jahrelang unbehelligt in Flensburg. In Mediziner- und Juristenkreisen sprach sich seine wahre Identität bald herum; doch alle schwiegen. Dies wurde durch die gesellschaftspolitischen Verhältnisse in der Nachkriegszeit und ein Netz gegenseitiger Unterstützung seitens der ehemaligen NS-Elite begünstigt.
Anhand bislang verschlossener Quellen wird diese Affäre hier umfassend dargestellt.
Der Verfasser ist Richter am Landgericht Itzehoe.

»Klaus-Detlev Godau-Schüttke ist es gelungen, die Affäre in vielen Verästelungen zu verfolgen und darzustellen. Seine Studie ist nachvollziehbar geschrieben und äußerst informativ. Sicherlich wird diese 3. Auflage nicht die letzte sein und sollte zu weiteren Untersuchungen über die "Menschen unter falschem Namen" motivieren.«
Dr. Kurt Schilde, JoJZG 1/12, zur 3. Auflage
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