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Kühn

Kampf um die Vergangenheit als Kampf um die Gegenwart

Die Wiederkehr der 'zwei Spanien'
Nomos,  2015, 347 Seiten, E-Book

ISBN 978-3-8452-4330-6

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In Spanien herrscht seit der Jahrtausendwende ein Erinnerungsboom, der politisiert und polarisiert. Die „Rückkehr der Vergangenheit“ bedeutet nicht nur Omnipräsenz von Geschichtsdiskursen, sondern auch Renaissance einer dualistischen und hoch politisierten Debattenkultur: Die Metapher der „zwei Spanien“ reüssiert – als Beschreibung der tiefen Spaltung des Landes in den 1930er Jahren ein längst überwunden geglaubtes Kapitel spanischer Geschichte. Provoziert die Vergangenheitskonjunktur eine Wiederkehr der gesellschaftlichen Frontalstellung, die doch aufgearbeitet werden soll?
Die umfassende Darstellung des Geschichtsstreits in Gesellschaft, Politik, Justiz und Wissenschaft zeigt, dass von einer „Aufarbeitung“ oder gar „Bewältigung“ der spanischen Bürgerkriegs- und Diktaturvergangenheit keine Rede sein kann. Spanien stellt einen Sonderfall innerhalb der europäischen Erinnerungskulturen dar. Anders als vergleichbare Länderstudien kommt die Untersuchung zum Ergebnis, dass weniger Generationenwandel oder die Festigung des demokratischen Systems dabei eine Rolle spielen, sondern ein sich wandelnder Parteienwettbewerb den „Kampf um die Vergangenheit“ auslöst.

»sehr materialreich und informativ«
Reiner Tosstorff, www.sehepunkte.de Mai 2014

»Es scheine, als werde Spanien von seiner Vergangenheit eingeholt. "Mehr noch, die Gegenwart selbst wird zur Vergangenheit, die nicht zu Ende geht". Adriaan Kühn macht diese Beobachtung an der Wiederkehr der Metapher der "zwei Spanien" fest... Es bleibt die Frage nach der Tragweite der Debatte: Der Umgang mit der Geschichte findet laut Kühn in den Parteiprogrammen keinen Niederschlag. "Mit Erinnerungspolitik werden in Spanien keine Wahlen bestritten."«
Natalie Wohlleben, www.pw-portal.de April 2013
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