»Insgesamt verschafft die Arbeit einen gelungenen Überblick über die mit der Sanktionierung des Eigendopings verbundenen Problemkomplexe. Gefallen hat, dass Ott stets Gespür für die Rechtswirklichkeit beweist, wenn er etwa die (zu) weiten Spielräume im Blick behält, die das BVerfG dem Gesetzgeber bei der Schaffung von Strafnormen konzediert (S. 120-124). Ein Gewinn ist auch die wohlbegründete Zurückhaltung des Verf., soweit es um den Einsatz des scharfen Schwerts des Strafrechts zur Regulation sozial unerwünschter Verhaltensweisen geht. Das von Ott gefundene und sorgfältig begründete Ergebnis, nämlich dass die momentan erwogene umfassende Kriminalisierung des Eigendopings, besonders mit Rücksicht auf nicht kommerziell orientierte Bereiche des Sportes, nicht verfassungskonform begründbar ist, sollte der Gesetzgeber ernst nehmen, auch wenn ihm diese Erkenntnis rechtspolitisch unerwünscht sein mag.«
Dr. iur. Elias Bender, fachbuchjournal 3/14