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Müller-Tamm

Abstraktion als Einfühlung

Zur Denkfigur der Projektion in Psychophysiologie, Kulturtheorie, Ästhetik und Literatur der frühen Moderne
Rombach Wissenschaft,  2005, 426 Seiten, Paperback

ISBN 978-3-96821-229-6


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Das Werk ist Teil der Reihe Litterae (Band 124)
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Die Denkfigur der Projektion, die in der Moderne immer wieder herangezogen wird, um das Verhältnis von Subjekt und Außenwelt zu bestimmen, gehört zu jenem Bodensatz des kulturellen Wissens, der sich weder einzelwissenschaftlich verorten noch begrifflich fixieren läßt; sie ist in dem Sinne fundamental, daß sie verschiedene Disziplinen und Wissenssysteme durchläuft und in vergleichbarer Weise organisiert. Die hier erstmals vorgelegte Geschichte dieser Denkfigur setzt daher an jenem Punkt ein, an dem die Projektionsmetapher erstmalig auftaucht – in der Sinnesphysiologie des 19. Jahrhunderts –, zeichnet ihre Karriere in Erkenntnistheorie, Kulturgeschichte, Religionskritik, Technikphilosophie, Psychoanalyse und Ästhetik nach und verfolgt ihre Diffusion in ein außerwissenschaftliches Wissen vom Menschen bis hin zum Selbstverständnis des literarischen Expressionismus. Schließlich wird mit Blick auf die Projektionsfigur auch die latente Gemeinsamkeit gegensätzlicher ästhetischer Konzepte und Programme in der Moderne sichtbar; begriffliche Oppositionen wie Abstraktion und Einfühlung oder epochale Kontrastierungen wie Impressionismus und Expressionismus erschließen sich vor diesem Hintergrund als perspektivische Ausgestaltung einer diskursiven Konstellation.

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