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Herold

Zeit erzählen

Zeitroman und Zeit im deutschen Roman des 20. Jahrhunderts
Rombach Wissenschaft,  2016, 328 Seiten, gebunden

ISBN 978-3-96821-531-0


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Das Werk ist Teil der Reihe Litterae (Band 215)
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Im vorliegenden Projekt geht es um die Frage nach dem Erzählen von Zeit, wobei das Verständnis von Zeit als »Epoche« im Sinne des Zeitromans im 19. Jahrhundert ergänzt wird durch die im frühen 20. Jahrhundert immer mehr in den Vordergrund tretende »reine Zeit«, die etwa Thomas Manns Zauberberg wesentlich strukturiert. Dieser reinen Zeit wird in Verbindung mit Versuchen groß angelegter Epochenrepräsentation nachgegangen. Zunächst werden anhand von Karl Immermanns Epigonen die Grundlagen des Zeiterzählens und des Genres des Zeitromans im 19. Jahrhundert exemplarisch untersucht. Ein zweites Kapitel prüft Paul Ricœurs Zeit und Erzählung, Gérard Genettes strukturale Narratologie und andere Theorien mit Blick auf die narratologischen Grundlagen von Zeit in literarischen Texten. Es folgen in drei Fallstudien Analysen von Hermann Brochs Die Schlafwandler, Thomas Manns Doktor Faustus und Uwe Johnsons Jahrestagen, in denen die jeweilige »Weltschaffung« mit Blick auf die spezifische Konkretisierung der reinen Zeit betrachtet wird. Vermittelt durch den Begriff der Mimesis, wie Ricœur ihn in Abgrenzung zu einer naiven »Abbildung« versteht, ergibt sich aus der hier vorgenommenen Verhältnisbestimmung von Text und Wirklichkeit die Annäherung an eine Narratologie der Zeit des Romans im 20. Jahrhundert.

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