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Heyer

An der ideologischen Front

Hegel zwischen Feuerbach und Marx

Von Wolfgang Harich, Mit weiteren Dokumenten und Materialien herausgegeben von Dr. Andreas Heyer

Tectum,  2013, 816 Seiten, gebunden

ISBN 978-3-8288-3156-8


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Das Werk ist Teil der Reihe Schriften aus dem Nachlass Wolfgang Harichs (Band 5)
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Wolfgang Harich (1923–1995) zählt zu den wichtigen und streitbaren Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Befreundet mit Georg Lukács, Bertolt Brecht und Ernst Bloch wirkte er als Philosoph, Historiker, Literaturwissenschaftler und durch sein praktisches politisches Engagement. Letzteres brachte ihm ab 1956 eine achtjährige Haftstrafe in der DDR ein. Die nachgelassenen Schriften Harichs erscheinen nun erstmals in einer achtbändigen Edition, die das unbequeme Werk des undogmatischen Querdenkers in seiner ganzen Breite widerspiegelt: von seinen Beiträgen zur Hegel-Debatte in der DDR über seine Abrechnung mit der 68er-Bewegung im Westen bis zu seinen Überlegungen zu einer marxistischen Ökologie. Zum vorliegenden Band: Kaum ein Klassiker der Philosophie war in der DDR derart umstritten wie Hegel – von Stalin wurde er als preußischer reaktionärer Staatsphilosoph denunziert, von Georg Lukács als Anhänger der Französischen Revolution positiviert. Wolfgang Harich hat sich immer wieder mit dem Haupttheoretiker des deutschen Idealismus auseinandergesetzt und wurde dafür deutlich von der SED kritisiert. Seine Hegel-Vorlesung von 1951, die in diesem Band zum Abdruck kommt, markiert einen wichtigen Wendepunkt der Diskussionen um Hegel und trug ihm eine Parteirüge und ein Magengeschwür ein. 1956 sollte dann sein Aufsatz zu Hegels 125. Geburtstag in der von ihm geleiteten „Deutschen Zeitschrift für Philosophie“ erscheinen. Die SED ließ das bereits fertig gestellte Heft jedoch konfiszieren und vernichtete die Auflage. Die Beiträge von Harich und Ernst Bloch wurden durch Reden von Walter Ulbricht und Kurt Hager ersetzt. Der 5. Band der ""Schriften aus dem Nachlass Wolfgang Harichs"" enthält zudem weitere frühe Texte Harichs zu Hegel, darunter das Gutachten, welches er als Lektor des Aufbau-Verlages anfertigte, um den Druck von Lukács' ""Der junge Hegel"" zu ermöglichen. Auch verschiedene Manuskripte aus den späten sechziger Jahren werden erstmals vorgestellt. Darüber hinaus präsentiert die Edition Aufsätze Harichs zu Heine, Feuerbach und Marx, da sie mit den Hegel-Studien in engem Zusammenhang stehen. Eingeleitet wird der Band durch einen ausführlichen Essay des Herausgebers über die Hegel-Debatte in der DDR.

Zur Reihe

»Der Tectum Verlag hat sich mit der Publikation der von Andreas Heyer vorzüglich hg. „Schriften aus dem Nachlass von Wolfgang Harich“ erhebliche Verdienste für die Forschungen zur DDR-Philosophie und dem östlichen Marxismus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erworben. Dass ein solches Projekt möglich war, stimmt jeden optimistisch, der an der Aufarbeitung des Erbes „linker“ Theorie des 20. Jahrhunderts ernsthaft interessiert ist.«
Rüdiger Dannemann, Philosoph, Mitbegründer und Vorsitzender der Internationalen Georg Lukács-Gesellschaft sowie Herausgeber des Lukács-Jahrbuchs

»Diese Edition muss schon beim ersten Anblick einen imponierenden Eindruck machen, und zwar in mehrerlei Hinsichten: erstens durch den ungewöhnlichen Umfang der Harichschen Texte, der damit kontrastiert, [...]
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