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Stahl

"Hier war die Luft einmal lateinisch"

Der Dichter Karl Krolow in Darmstadt
Tectum,  2010, 250 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-8288-2327-3


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Karl Krolow war einer der bedeutenden Lyriker der alten Bundesrepublik und zog 1956 von seiner Heimatstadt Hannover in das südhessische Darmstadt – eine wichtige Zäsur in seinem Leben und für sein Dichten. Im selben Jahr erhielt er den renommierten Georg-Büchner-Preis und integrierte sich in der Folgezeit rasch in das kulturelle Leben der Stadt und der Region. Vor allem aber fand er hier jenes „südliche Klima“, von dessen „lateinischer Luft“ seine Lyrik geprägt scheint. Fern von städtischer Hektik glich Krolows Darmstädter Adresse regelrecht einem locus amoenus: Der Park Rosenhöhe, hinter der bekannten Künstlerkolonie Mathildenhöhe gelegen, bildete als Wohn- und Lebensort des Dichters einen Quellpunkt lyrischer Impressionen. Zugleich war Krolow aber auch ein genauer und seismographischer Beobachter der zeitgenössischen literarischen Tendenzen wie von Gesellschaft und Politik. Dafür bot ihm die Stadt, in der erlebte, einen vielfältigen Rahmen. Wie sehr die Spannung zwischen künstlerischer Sensibilität und dem Sich-Einlassen auf das Alltags- und Arbeitsleben Krolow auch belastete, belegt die Auswertung seiner bisher unveröffentlichten Tagebucheintragungen, die hier zum ersten Mal herangezogen werden konnten. Dieses Tagebuch dokumentiert von der subjektiven Seite her die große Bedeutung, die der Ort für das an ihm sich vollziehende künstlerische Schaffen besitzt.

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