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Gorsolke

Interaktivität in narrativen Medien

Das Spiel von Selbst- und Fremdreferenz
Tectum,  2009, 310 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-8288-2100-2

29,90 € inkl. MwSt.
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In der Literatur- und Medienwissenschaft hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Texte nicht nur über etwas Anderes, sondern insbesondere über sich selbst sprechen. Durch diese Selbstbezüglichkeit, durch ihre Rede über sich als über etwas Anderes, verdoppeln sich die Texte im Extremfall selbst. Dadurch verschwimmt ihre eigentliche Gestalt und sie werden kontingent, also willkürlich und damit formbar und potenziell interaktiv. Trotzdem haben sie gleichzeitig den Anspruch, eine festgelegte Geschichte zu erzählen. Wie also lassen sich Narration, Kontingenz und Interaktivität vereinbaren? Stefan Gorsolke untersucht narrative Strategien, die es kontingenten und interaktiven Texten erlauben, ihre Narration trotz ihrer eigenen Beliebigkeit und Formbarkeit aufrechtzuerhalten. Der medienübergreifende Ansatz bezieht dabei schwerpunktmäßig neue Medien wie Computerspiele und literarische Texte der Romantik und des Realismus mit ein. Vergleichend zeigt sich, wie die verschiedenen narrativen und medial-materiellen Gegebenheiten sich auf die Erzählweise eines Textes auswirken, und wie verschiedene Medien auf das Kontingenzproblem erzählerisch reagieren. In diesem Zuge widmet sich das Buch auch medienpädagogischen Aspekten und untersucht die Thematisierung von Macht und Narzissmus, die gerade in interaktiven Texten eine hohe Bedeutung besitzt.

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