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Dreier

Kindsmord im Deutschen Reich

Unter besonderer Berücksichtigung Bayerns im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert
Tectum,  2006, 112 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-8288-9111-1

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Kindsmord, wenn eine Mutter ihr Neugeborenes tötet, gibt es seit es Menschen gibt. Seit jeher erregte er die Gemüter. In regelmäßigen Abständen wird Kindsmord thematisiert – meist nach einer Häufung von Fällen oder bei besonders spektakulären Vorfällen. Die Schwerpunkte der Diskussionen und Lösungsvorschläge zur Verhinderung von Kindsmord wechselten, trotzdem gibt es auch heute noch Kindstötungen. Im Laufe der Jahrhunderte setzte ein grundlegender Wandel der gesellschaftlichen, sozialen und medizinischen Rahmenbedingungen ein. Besonders nach den Errungenschaften der letzten 150 Jahre in Bereichen wie sexuelle Aufklärung, Verhütung, Abtreibung fragen sich die Menschen immer wieder: Wie kann es sein, dass es auch heute noch Mütter gibt, die ihr Neugeborenes töten? Dieses Buch untersucht das Phänomen Kindsmord in der spannenden Zeit um die Jahrhundertwende zum 20.Jahrhundert. Es war eine Zeit des Umbruchs und des Fortschritts. Medizin und Psychologie erzielten spektakuläre Erfolge. Die Frauenbewegung erstarkte und kämpfte für die Emanzipation und das Selbstbewusstsein der Frau. Soziale, technische und gesellschaftliche Veränderungen revolutionierten das tägliche Leben und rissen die Menschen aus der Geborgenheit ihrer traditionellen Lebenswelt. Vor diesem Hintergrund werden in diesem Buch erstmals interdisziplinäre Aspekte unter historischen Gesichtspunkten zur Erklärung von Kindsmord herangezogen. Dadurch erschließen sich dem Leser Zusammenhänge und Umstände des Phänomens Kindsmord, die auch heutige Fälle erklären können.

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