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Linzer

"Mudbloods" und "Half-Breeds"

Rassismus und Identitätszuschreibung in den Harry-Potter-Romanen
Tectum,  2009, 319 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-8288-9870-7

29,90 € inkl. MwSt.
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Lord Voldemort ist in den Harry-Potter-Romanen das personifizierte Böse. Unnachgiebig führt er mit seinen Totessern einen Feldzug gegen Menschen ohne magische Begabung und deren mit Magie gesegnete Kinder. Doch auch im Alltag der Zaubererwelt werden selbst Mischlinge, sogenannte Halbblüter, ständig latent diskriminiert. Die Identität der Figurengruppen ist eindeutig rassisch konnotiert. Der Kampf gegen blinden Rassismus und Diskriminierung wird damit zur eigentlichen Triebfeder für die Abenteuer des Zauberschülers Harry und seiner Freunde. Mit weltweit über 400 Millionen verkauften Exemplaren in 67 Sprachen nehmen die Romane um Zauberschüler Harry Potter unbestritten Einfluss auf globale geistig-moralische Diskurse. Einerseits erklärt sich ihr Erfolg zumindest teilweise daraus, dass sie ideologische Ansichten ihrer Leser aufgreifen. Allerdings beeinflusst die Lektüre wiederum die Einstellungen der überwiegend jungen Potter-Fans zu rassischer Identitätsbildung und Ausgrenzung. Reicht aber die in Joanne K. Rowlings Romanen enthaltene Rassismuskritik tief genug, um den Figuren alternative Identitäten anzubieten und ihnen damit eine Vorbildfunktion für die Leser zu verleihen? Claudia Linzer geht dieser Frage auf breiter theoretischer Basis nach.

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