Aktualisieren

0 Treffer

Fleischmann

War Kafka Existentialist?

Gracchus, Orestes, Sisyphos - Literarische, mythologische und philosophische Brücken zu Sartre und Camus
Tectum,  2009, 246 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-8288-9948-3

24,90 € inkl. MwSt.
Lieferbar
In den Warenkorb
Auf den Merkzettel
 Weitere Funktionen für angemeldete Benutzer

Franz Kafka war vieles: Schriftsteller, Briefautor, Versicherungsangestellter, Lungenkranker. Doch war der Prager Autor auch Vordenker und Wegbereiter der existentialistischen Philosophie, wie deren berühmteste Vertreter Jean-Paul Sartre und Albert Camus dies gerne verkündeten? Fakt ist, dass aus dem frühen Anspruch der beiden Existentialisten ein blühender und zuweilen merkwürdige Blüten treibender Forschungstopos entstand: Es wurde versucht, Kafka in eine Linie mit den großen Existenzphilosophen zu stellen. Dabei konzentrierte sich die Forschungsliteratur meist auf die Philosophie, weniger aber auf die literarischen Äußerungen der jeweiligen Autoren. Kann Kafka wirklich als einer der Stammväter des Existentialismus bezeichnet werden? Um diese Frage zu beantworten, vergleicht Yvonne M. Fleischmann jene literarischen Texte der drei Autoren, die auf Stoffe der griechischen Mythologie zurückgreifen. In Kafkas Fall sind dies überwiegend Fragment gebliebene Texte: Neben den Schriften zu Odysseus, Prometheus, Poseidon und Atlas nehmen hierbei die zum Teil diffusen Ansätze zum untoten Jäger Gracchus sicher eine Sonderstellung ein. Aufgrund von detaillierten Textuntersuchungen wird schließlich die Frage geklärt, ob Kafka tatsächlich Existentialist avant la lettre war.

Kontakt-Button