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Wettach

Was denkt das Volk?

Eine Geschichte der Umfrageforschung 1930 - 1980
Tectum,  2007, 132 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-8288-9429-7

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Was denkt das Volk? Seit jeher fürchten die Regierenden, egal ob König oder Kanzler, den Zorn ihrer Bürger und versuchen die Stimmung im Volk zu ergründen. Doch erst im frühen 20. Jahrhundert begann die Wissenschaft das nötige theoretische Rüstzeug für belastbare und fundierte Aussagen zu schaffen. Sven Wettach spürt den Ursprüngen der Umfrageforschung in Deutschland nach. Aufgrund der Brüche durch den Ersten Weltkrieg, das NS-Regime und die deutsche Teilung ergab sich eine immer wieder abgeknickte Entwicklung, in deren Folge die Umfrageforschung in Deutschland erst Ende der 1970er Jahre ihre vollständige Entfaltung und weitgehende gesellschaftliche Anerkennung fand. Erste Gehversuche auf dem Gebiet der Meinungsforschung wurden vor dem Ersten Weltkrieg vom „Verein für Socialpolitik“ unternommen, in der Demokratie von Weimar entwickelten sich dann die Gewerkschaften zur treibenden Kraft auf diesem Feld. Nach 1945 orientierte sich die westdeutsche Surveyforschung an den US-amerikanischen Vorbildern und übernahm die dort während der späten 1930er und frühen 1940er Jahre entwickelten Methoden. Bereits in den ersten Nachkriegsjahren kam es zur Gründung erster Meinungsforschungsinstitute wie dem Institut für Demoskopie Allensbach; der breite Aufbau einer eigenständigen Umfrageforschung in spezialisierten Instituten und an Universitäten erfolgte jedoch erst während der 1960er und 1970er Jahre. Neben der Entwicklungsgeschichte der Umfrageforschung in der Bundesrepublik skizziert der Autor theoretische Ansätze zum Einfluss der Meinungsforschung auf die Meinungsbildung sowie Einsatzgebiete von dieser im politischen Alltag.

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