Häberlein | Schmölz-Häberlein

Adalbert Friedrich Marcus (1753-1816)

Ein Bamberger Arzt zwischen aufgeklärten Reformen und romantischer Medizin
Ergon,  2016, 454 Seiten, gebunden

ISBN 978-3-95650-134-0


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Das Werk ist Teil der Reihe Stadt und Region in der Vormoderne (Band 5)
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Der als Sohn eines jüdischen Hoffaktors in Arolsen geborene Adalbert Friedrich Marcus hat seine Wahlheimat Bamberg als Hof- und Leibarzt der letzten Fürstbischöfe, Direktor des 1789 eröffneten Allgemeinen Krankenhauses, Reformer des Gesundheits- und Sozialwesens sowie als Mitinitiator kultureller und geselliger Aktivitäten nachhaltig geprägt. Zugleich fand er durch seine Publikationen und den hervorragenden Ruf des Allgemeinen Krankenhauses weit über Bamberg hinaus Beachtung. Rechtzeitig zu Marcus' 200. Todestag im April 2016 liegt nun erstmals eine moderne Biographie vor, die alle Aspekte seines Lebens und Wirkens berücksichtigt. Sie beruht auf Recherchen in 15 verschiedenen Archiven und Bibliotheken und setzt in mehrfacher Hinsicht neue Akzente. So beleuchtet sie Marcus' überregionalen Wirkungskreis durch die Darstellung seines Korrespondenznetzes, seiner Kontakte zu führenden Repräsentanten der Weimarer Klassik und der Jenaer Romantik, seiner Kontroversen mit medizinischen Autoritäten der Zeit und seiner Beziehungen zu seinen kaufmännisch tätigen Brüdern, deren Aktionsradius von Nordamerika bis nach Russland reichte. Durch die Untersuchung von Konflikten, in die Marcus verwickelt war, zeigt sie auch die problematischen Aspekte seiner Persönlichkeit und Tätigkeit auf - Klientelismus, fragwürdige Immobiliengeschäfte, Mobbing von Kollegen und ein selbstherrliches Gebaren, das die Behörden zunehmend irritierte. Schließlich wirft sie neues Licht auf Marcus' Rolle bei der Herausgabe der "Bamberger Zeitung" sowie auf die Organisation von Militärlazaretten in Bamberg während der Koalitionskriege.

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