Bernhardt

Hizb ad-Da'wa al-Islamiya

Selbstverständnis, Strategien und Ziele einer irakisch-islamistischen Partei zwischen Kontinuität und Wandel (1957-2003)
Ergon,  2012, 351 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-89913-932-7


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Das Werk ist Teil der Reihe Kultur, Recht und Politik in muslimischen Gesellschaften (Band 24)
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Die Hizb ad-Da'wa ist die älteste islamistische Partei des Irak. Die Ende der 1950er Jahre im Umfeld der hawza von Najaf entstandene Hizb ad-Da'wa versteht sich als Partei der intellektuellen Avantgarde. Sie strebt danach, mit pädagogisch-aufklärerischen Mitteln ein religiöses Bewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen und dadurch einen gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen. Ihr langfristiges Ziel ist die Gründung eines islamischen Staates. Aufgrund staatlicher Verfolgung wurde die Hizb ad-Da'wa Ende der 1970er Jahre zu einer Exilpartei und konzentrierte sich fortan auf den bewaffneten Kampf. Nach 2003 hat sie sich zu einer Partei mit Regierungsverantwortung entwickelt, die mit Nuri al-Maliki den ersten Ministerpräsidenten des Nachkriegsirak stellt.
Im Laufe ihrer Entwicklung hat sich die Hizb ad-Da'wa auch in ideologischer Hinsicht tiefgreifend verändert. Zu ihren Bezugspunkten zählten der 1980 hingerichtete Muhammad Baqir as-sadr, Khomeini, aber auch Theoretiker der Muslimbruderschaft.
Die vorliegende Studie untersucht Selbstverständnis, Strategien und Ziele dieser Partei in den Jahren 1957-2003. Sie forscht nach Kontinuitäten und Brüchen und analysiert diese vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung. Dabei wird untersucht, welchen Stellenwert schiitische Glaubenslehre und Glaubenspraxis für das Selbstverständnis der Hizb ad-Da'wa haben und welche Rolle die ulama innerhalb der Organisation spielen.

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