Weber

Kulturhistorische Netzwerkanalyse

Am Beispiel des japanischen Tee-Meisters Kanamori Sowa
Ergon,  2011, 267 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-89913-863-4


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Der Mensch als soziales Wesen im kulturellen Kontext - dies ist die Prämisse der kulturhistorischen Netzwerkanalyse, welche sich aus dem Zusammenschluss soziologischer und mathematischer Ansätze zu einer neuen kulturwissenschaftlichen Methode konstituiert. Sie betrachtet Kultur als kommunikatorisches Kollektiv, welches analytisch mit einem Netzwerk gleichgesetzt wird.
Hier dient der japanische Tee-Weg als Anwendungsmodell, da er alle Merkmale eines kulturellen Kollektivs aufweist. Heruntergebrochen auf die elementarste Ebene der Tee-Begegnung handelt es sich um das gemeinsame Trinken von Tee in einem geschützten, eigens für diesen Anlass geschaffenen Raum. Exemplarisch wird die neu entwickelte Methode auf das Netzwerk des Tee-Meisters Kanamori Sôwa (1584-1656) - wie es sich aus dem Tagebuch des Hôrin Jôshô (1593-1668), dem Kakumeiki, ergibt - untersucht.
Das Buch gibt den Forschungsstand aller hier relevanten Bereiche wieder: Tee-Weg, Kommunikation, Kultur und Netzwerk. Neben einer eingehenden inhaltlichen und historischen Beschreibung der japanischen Tee-Kunst wird die Netzwerkanalyse für die Kulturwissenschaft entwickelt, sowie Definitionen der relevanten Begriffe gegeben. Der abschließende Teil wendet die Methode auf ein konkretes Beispiel an und gibt einen Ausblick, welche weiteren kulturwissenschaftlichen Forschungsfelder von der kulturhistorischen Netzwerkanalyse Gebrauch machen können.

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