Hennig

Moralpolitik und Religion

Bedingungen politisch-religiöser Kooperation in Polen, Italien und Spanien
Ergon,  2012, 473 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-89913-912-9


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Das Werk ist Teil der Reihe Religion in der Gesellschaft (Band 31)
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Moralpolitik ist ein konfliktreiches Feld, in dem unvereinbare Wertvorstellungen aufeinander prallen. Beispielhaft sind die hier untersuchten Debatten um die rechtliche Regelung von Schwangerschaftsabbrüchen und künstlicher Befruchtung sowie um die Anerkennung homosexueller Partnerschaften; sensible Themen, zu denen die katholische Kirche eindeutig Position bezieht. Daher provozierten Forderungen nach einer liberalen Handhabe insbesondere in katholischen Ländern während der letzten zwanzig Jahre heftige Kontroversen. Moralpolitik ist daher auch ein Feld, in dem Religion und Politik besonders sichtbar aneinander geraten, oder sich - wie dieses Buch zeigt - gegenseitig stützen.
Eingebettet in die säkularisierungskritische Diskussion legt das Buch eine vergleichende Analyse der genannten moralpolitischen Konflikte in Polen, Italien und Spanien zwischen 1990 und 2010 vor. Die Autorin geht der Frage nach, weshalb sich diese katholischen Länder in ihrer moralpolitischen Gesetzgebung unterscheiden: Warum setzte sich in Spanien die "Homo-Ehe" sowie eine liberale Handhabe von Abtreibung durch? In Polen und Italien waren hingegen jene erfolgreich, die eine politische Anerkennung homosexueller Paare ablehnten und die reproduktiven Rechte von Frauen einschränkten.
Zur Klärung dieser Frage untersucht die Autorin das jeweilige Zusammenspiel bestimmter Facetten von Religion und Politik im Verlauf der Konflikte. Ihre Ergebnisse weisen dabei deutlich über die Länderstudien hinaus.

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