Talabardon

Unterm Feigenbaum

Rekonstruktionen zu einem jüdisch-christlichen Thema
Ergon,  2011, 219 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-89913-801-6


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Das Werk ist Teil der Reihe Judentum - Christentum - Islam (Band 9)
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Zu den Pflanzen, die bereits in der Bibel mit einem hohen Symbolwert ausgestattet werden, gehört ohne Zweifel der Feigenbaum. Gemeinsam mit Weinstock und Ölbaum gehört er zu den starken positiven Metaphern: Ein entspannter Aufenthalt unter Feigenbaum und Weinstock wird einerseits für die Regentschaft Salomos konstatiert und für die Endzeit aufs Neue verheißen; andererseits erfährt das Schicksal des Baumes in der Prophetie seine unheilvolle Infragestellung. Blühende oder verdorrende Feigenbäume geraten zu einer Doppelmetapher für göttlichen Segen und Strafe. Mitunter entwickeln sie sich sogar zu Symbolen für das Volk Israel selbst. Daran anknüpfend beschäftigen sich auch die Evangelien mit dem Feigenbaum. So beginnt eine mehr oder weniger offen ausgetragene christlich-jüdische Polemik, in der das Obstgehölz eine tragende Rolle spielt. Das Buch hat zum Ziel, die Geschichte dieser Auseinandersetzung zu rekonstruieren. Sie erhebt das Symbol des Feigenbaumes exemplarisch zum Gegenstand eines tatsächlichen oder fiktiven jüdisch-christlichen Dialogs. An seinem Beispiel wird versucht, Entwicklungen, Gemeinsamkeiten, Differenzen, hermeneutische Regeln, Dialogansätze oder deren Verweigerung in der jüdischen und christlichen Religionsgeschichte aufzuzeigen. Die Bandbreite der Untersuchung reicht von neutestamentlichen Texten über Interpretationen der Kirchenväter, die rabbinische Literatur, mittelalterliche jüdische und christliche Autoren bis in die frühe Neuzeit.

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