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Stangl | Hanak

Jahrbuch für Rechts- und Kriminalsoziologie '02

Innere Sicherheiten
Nomos,  2003, 286 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-8329-0084-7


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Das Werk ist Teil der Reihe Jahrbuch für Rechts- u. Kriminalsoziologie
49,00 € inkl. MwSt.
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Wir leben in einer Zeit der großen Verschiebungen, schreibt Zygmunt Bauman in seinem Traktat über die Globalisierung. Es verschieben sich nicht nur die Bilder über Freunde und Feinde, über das Selbst und die Anderen, die Bewertungen von Repression und Freiheit. Es findet allem Anschein nach auch ein bemerkenswerter "transfer of anxieties" statt, der mit diesen gesellschaftlichen Verschiebungen einhergeht, ohne dass immer so klar erkannt werden könnte, wie all das miteinander verbunden ist. Und es gehört in der Zwischenzeit zum Standardrepertoire kriminologischer Forschung, sich nicht mehr ausschließlich mit den Kriminalitätsentwicklungen und der Reflexion von Strafpraktiken und kriminalpolitischen Maximen zu beschäftigen, sondern auch mit gesellschaftlichen Ängsten rund um Kriminalität und Unsicherheit.
Aber woher kommen diese Ängste in einem Kontinent, der ökonomisch gesehen in Relation zu den allermeisten Gegenden der Welt immens reich, der politisch zumindest in weiten Regionen stabil ist und von mehr oder weniger funktionierenden demokratischen Strukturen regiert wird, und in dem die allergrößte Mehrzahl der Menschen länger lebt (und weniger hungert), als jemals zuvor in irgend einer historischen Zeit? Und woher kommt diese Nachfrage nach Sicherheit, sei es nach Innerer, nach Äußerer, nach Militärischer, oder nach "Comprehensive Security" – ein Begriff, der besser als alle andere diesen Hunger nach allen nur denkbaren Sicherheiten zum Ausdruck bringt?

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