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Andris

Music non-stop

Paul Hindemiths Geschichtskonzeptionen vor dem Ende der Weimarer Republik
Rombach Wissenschaft,  2019, 220 Seiten, gebunden

ISBN 978-3-96821-608-9


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Das Werk ist Teil der Reihe Litterae (Band 236)
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Paul Hindemith war vor dem Ende der Weimarer Republik vor allem für zwei Dinge berühmt: kompositorische Vielfalt und rastlose Produktivität. Das führte immer wieder zum Vorwurf eines fehlenden roten Fadens in seiner Arbeit. Hindemiths Karriereverlauf wird in der vorliegenden Studie kulturhistorisch kontextualisiert – ausgehend von seinem Hauptwerk Das Unaufhörliche (1931, gemeinsam mit Gottfried Benn), in dem Komponist und Dichter ein »elementares Prinzip der Umgestaltung« als Grundlage geschichtlicher Erscheinungen diagnostizieren. Unter Rückgriff auf einen breiten publizistischen Quellenkorpus werden die Auseinandersetzungen über die Legitimität der ›Metamorphose‹ als normative Kämpfe um ästhetische Ziele analysiert. Die Signifikanz des Unaufhörlichen in der Krisensituation der späten 1920er Jahre veranschaulicht die Untersuchung zum einen, indem sie den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Implikationen von Geschichtskonzeptionen nachspürt, zum anderen, indem sie die Frage, ob Musik Zeit und Geschichte erfahrbar machen kann, neu stellt. Der Autor wirft damit nicht nur intensive Schlaglichter auf die Figur Hindemith, sondern liefert einen wesentlichen Beitrag zur Verfasstheit von Kunst, Kunsttheorie und Ästhetik um 1930 in Deutschland.


»...Thema ist in der Hindemith-Literatur neu... perspektivenreich... Andris versteht es – und das ist in Dissertationen ungewöhnlich genug – geradezu spannend zu schreiben... Vielzahl von anregenden Anstößen... mit großer Sorgfalt erstellt... wird deutlich, dass Hindemith (vor Strauss, Pfitzner oder Schönberg) als der maßgebliche junge deutsche Komponist galt, an dessen Entwicklung es sich zu orientieren galt.«
Giselher Schubert, Die Tonkunst 1/2021
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