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Kröll

Rettungswege aus der Wirklichkeit?

Perspektiven und Gefahren fantastischer Jugendliteratur
Tectum,  2009, 123 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-8288-2023-4

24,90 € inkl. MwSt.
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Monster, Drachen, Heldenmut – Fantasy und Fantastik erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Außenstehende wähnen hinter all den Romanen, Computerspielen und Spielkarten die Verherrlichung archaischer, kriegerischer Ideale, konservativer Werthaltungen und die Wirklichkeitsflucht in Scheinwelten mit klarem Freund-Feind-Raster. David Kröll widmet sich in diesem Buch den Möglichkeiten fantastischer Jugendliteratur. Auch in der Forschung findet sich nach wie vor ein ausgeprägtes Schwarz-Weiß-Denken: Die einen interpretieren Fantastik als Verweigerung vor den Problemen der Wirklichkeit, die Befürworter sehen in der Schilderung neuer, surrealer Perspektiven hingegen die Kritikfähigkeit gefördert und eine Entlastung vom Alltagsdruck. Der Autor wägt beide Positionen ab und konfrontiert sie mit Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie. An Michael Endes Unendlicher Geschichte, Wolfgang und Heike Hohlbeins Märchenmond und Tonke Dragts Die Türme des Februar überprüft er seine Thesen literaturwissenschaftlich und erprobt gleichzeitig eine Methode zur qualitativen Bewertung. Da sich das Genre keineswegs schematisch über einen Kamm scheren lässt, ist diese für eine fundierte Analyse zu Potentialen und Gefahren fantastischer Jugendliteratur unerlässlich.

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