Die Fotografie im Osmanischen Reich

Ergon, 1. Edition 2009, 100 Pages

Book

  €18.00
ISBN 978-3-89913-739-2
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Description
Angesichts der steigenden Zahl von Bildern in Kunst und populärer Kultur in der islamischen Welt ist die Frage nach dem Bild im Islam neu zu stellen. Diese Arbeit behandelt den Beginn der Verbreitung von bildlichen Darstellungen am Beispiel der Fotografie im Osmanischen Reich. Dazu werden koranische und prophetische Aussagen zum Bilderverbot sowie Gelehrtenpositionen aus dem Mittelalter und dem 20. Jahrhundert diskutiert. Die rasche Verbreitung der Fotografie in den osmanischen Gebieten deutet darauf hin, dass das Bild mit den religiösen Geboten nicht zwangsläufig in Widerspruch stand. Vielmehr ist eine zunehmende Präsenz des Bildes im öffentlichen und privaten Raum im Zuge der gesellschaftlichen und politischen Verwestlichung des 19. Jahrhunderts festzustellen. Dieser Prozess und die Förderung durch die Sultane bereiteten den Erfolg von Fotografen wie Vassilaki Kargopoulo, Pascal Sebah, den Abdullah Frères und anderen in Konstantinopel vor. So entstand neben der immensen fotografischen Kollektion von Sultan Abdülhamit II. eine fotografische Porträtkultur, in der die gesellschaftliche Transformation der neuen Bürgerschicht sichtbar ist. Gleichzeitig galten fotografische Porträts in dieser Bourgeoisie als Statusobjekte und waren Kennzeichen einer modernen, westlich orientierten Lebensweise.
Bibliographical data
Edition 1
ISBN 978-3-89913-739-2
Publication Date Feb 9, 2010
Year of Publication 2010
Publisher Ergon
Format Softcover
Languages deutsch
Pages 100
Copyright Year 2009
Medium Book
Product Type Scientific literature
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