OPEC und europäisches Wettbewerbsrecht

Zugleich ein Beitrag zum Phänomen der Fragmentierung des internationalen Wirtschaftsrechts
Nomos, 1. Edition 2008, 160 Pages
eBook
€49.00
ISBN 978-3-8452-0727-8
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Description
Die Organization of the Petroleum Exporting Countries (OPEC) steht wie kaum eine andere internationale Organisation in Zeiten stetig steigender Ölpreise im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die OPEC stellt seit ihrer Gründung auf der Konferenz von Bagdad im Jahre 1960 ein Kartell einer Gruppe Erdöl exportierender Staaten dar, das in der Lage ist, sowohl die verfügbaren Mengen Rohöl auf dem Weltmarkt zu beeinflussen als auch ihren Preis. Können diese Aktivitäten der OPEC mit Hilfe des europäischen Wettbewerbsrechts unterbunden werden?

Die Untersuchung geht dieser schwierigen Frage nach. Hierbei werden konzeptionelle Fragen des europäischen Binnenmarktrechts ebenso behandelt wie aktuelle Entwicklungen im Recht der Staatenimmunität, des WTO-Rechts sowie des nationalen und internationalen Kartellrechts.

Das Ergebnis der Untersuchung ist zugleich Ausdruck des Phänomens der Fragmentierung des internationalen Wirtschaftsrechts: Die Mengenabsprachen der OPEC-Staaten können durch das supranationale europäische Wettbewerbsrecht verboten werden, obwohl sie völkerrechtlich zulässig sind. Die Untersuchung behandelt eingehend alle damit zusammenhängenden Fragen.
Bibliographical data
Bibliographical data
Edition 1
ISBN 978-3-8329-3022-6
Subtitle Zugleich ein Beitrag zum Phänomen der Fragmentierung des internationalen Wirtschaftsrechts
Publication Date Mar 5, 2008
Year of Publication 2008
Publisher Nomos
Format Softcover
Language deutsch
Pages 160
Medium Book
Product Type Scientific literature
Reviews

»erweist sich Terhechtes Studie als kluge und wohlplatzierte Provokation an die Adresse der OPEC, in welcher der Autor den europarechtlichen Degen souverän zu führen weiß. Europarechtlern, vor allem Wettbewerbsrechtlern, führt die plastische, mit einem ausführlichen englischen Resümee und umfänglichen Hintergrundinformationen versehene Studie erneut vor Augen, in welchem Maße der Gegenstand ihrer Forschung und Rechtspraxis mit der völkerrechtlichen Spähre verwoben ist.«
Prof. Dr. Jörn Axel Kämmerer, Europarecht 4/08



»Die informative und anregende Studie fügt sich, auch wenn dies nirgends ausdrücklich gesagt wird, in den Diskurs über die zunehmende Vernetzung nationaler, supranationaler/europäischer und internationaler Regelwerke ein. Nicht ihr geringster Verdienst ist es, dass sie im Hinblick auf Ideen eines "private enforcement" bei den Fragen des gerichtlichen Erkenntnisverfahrens nicht stehen bleibt, sondern auch Probleme der Vollstreckbarkeit und Vollstreckung zumindest aufwirft...Gerade hier aber zeigen sich (jedenfalls derzeit noch) deutliche Unterschiede zwischen innerstaatlicher und internationaler Ebene, auch im Wirtschaftsrecht. Immerhin erschien dem SPIEGEL die "Kampfansage an die gierige OPEC" schon im Sommer 2007 einen Beitrag wert!«
Ludwig Gramlich, ZaöRV 68/08



»Terhechte interessiert, ob es rechtlich machbar wäre, internationale Kartelle zwischen Drittstaaten durch supranationales Recht zu kontrollieren und gegebenenfalls auch zu sanktionieren. Darüber hinaus fragt er nach den Folgen dieser Kontrolle für das Phänomen der Fragmentierung des internationalen Wirtschaftsrechts. Entlang seiner Fragestellungen erörtert er eine Reihe grundsätzlicher, bislang wenig beleuchteter Probleme. Dies geschieht auf der Ebene des Völkerrechts, des Europarechts und des nationalen Wirtschaftsrechts...Terhechtes Studie birgt also einigen politischen Sprengstoff.«
Marinke Gindullis, ZPol 3.12.08



Interviews zum Thema mit Dr. Jörg Philipp Terhechte finden Sie auch online unter:


www.faz.net sowie www.spiegel.de


 


 


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