Mörikes Dinggedichte
calcActive())">
Das schöne Sein der Dinge
Tectum, 1. Auflage 2007, 494 Seiten
Buch
29,90 €
foo
ISBN 978-3-8288-9495-2
Lieferbar in 3-5 Werktagen
Beschreibung
Armer Mörike. Ja, armer Mörike. Aber nicht weil seine Dichtung so erbärmlich wäre, sondern weil es den Deutern nicht gelingen mag, seiner Dichtung ihren höchst eigenen und tiefen überpersönlichen Sinn und Inhalt, ihre poetische
Besonderheit abzugewinnen. So stanzen sie sich in ihrer Not, zu keinen vernünftigen Ergebnissen zu kommen, ein präjudiziertes Dichterbild aus seiner
Dichtung zurecht, die vermeintlich um ihn selbst, seine defizitären privat-persönlichen Momente kreise: Mörike sei ein Goethe-Epigone, der sich als minderwertig empfinde, seine psychischen Mängel dichterisch therapiere, weltfremd, soziopolitisch desinteressiert und, weil ohne große eigene Idee, oberflächlich, von nur mäßiger dichterischer „Leistung“ – kurzum: Er ist
offenbar die Karikatur des Klischees vollkommener Biedermeierlichkeit. Und da ist er denn nun – endlich: Der arme Poet! Indes entwickelt Mörikes Lyrik eine außergewöhnliche Anschauung: Das Schöne hat einen Sinn. Es ist eine Information,
die Offenbarung des schöpferischen Prinzips des Seins in den Dingen. Und Mörike malt dies in sinnlichen Kunst- und Natur-Bildern, die, um „begriffen“ zu werden, zunächst erfahren werden müssen, sinnlicher Rezeption, sinnlichen Kunsterlebens bedürfen: der Phantasie, der Nachempfindung und der zutiefst persönlichen Einlassung. Solche mystische Kunst besteht auf der Differenz zwischen Philosophie und Kunst, will sich nicht verkopft und aus rationaler Distanz verstehen lassen, ist wesentlich anderes, mehr als rückübersetzbare Übersetzung logischer Komplexe in Bilder.
Besonderheit abzugewinnen. So stanzen sie sich in ihrer Not, zu keinen vernünftigen Ergebnissen zu kommen, ein präjudiziertes Dichterbild aus seiner
Dichtung zurecht, die vermeintlich um ihn selbst, seine defizitären privat-persönlichen Momente kreise: Mörike sei ein Goethe-Epigone, der sich als minderwertig empfinde, seine psychischen Mängel dichterisch therapiere, weltfremd, soziopolitisch desinteressiert und, weil ohne große eigene Idee, oberflächlich, von nur mäßiger dichterischer „Leistung“ – kurzum: Er ist
offenbar die Karikatur des Klischees vollkommener Biedermeierlichkeit. Und da ist er denn nun – endlich: Der arme Poet! Indes entwickelt Mörikes Lyrik eine außergewöhnliche Anschauung: Das Schöne hat einen Sinn. Es ist eine Information,
die Offenbarung des schöpferischen Prinzips des Seins in den Dingen. Und Mörike malt dies in sinnlichen Kunst- und Natur-Bildern, die, um „begriffen“ zu werden, zunächst erfahren werden müssen, sinnlicher Rezeption, sinnlichen Kunsterlebens bedürfen: der Phantasie, der Nachempfindung und der zutiefst persönlichen Einlassung. Solche mystische Kunst besteht auf der Differenz zwischen Philosophie und Kunst, will sich nicht verkopft und aus rationaler Distanz verstehen lassen, ist wesentlich anderes, mehr als rückübersetzbare Übersetzung logischer Komplexe in Bilder.
Bibliografische Angaben
| Auflage | 1 |
|---|---|
| ISBN | 978-3-8288-9495-2 |
| Untertitel | Das schöne Sein der Dinge |
| Zusatz zum Untertitel | Interpretation und Deutung |
| Erscheinungsdatum | 01.01.2007 |
| Erscheinungsjahr | 2007 |
| Verlag | Tectum |
| Ausgabeart | Softcover |
| Sprachen | deutsch |
| Seiten | 494 |
| Copyright Jahr | 2007 |
| Medium | Buch |
| Produkttyp | Wissenschaftsliteratur |
Produktsicherheit
Hersteller der hier angebotenen Produkte gemäß GPSR
Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Waldseestraße 3 - 5
76530 Baden-Baden, Deutschland
service@nomos.de
www.nomos.de