Inszenierte Privatheit

Möglichkeiten und Grenzen literarischer Erinnerung
Tectum, 1. Auflage 2009, 298 Seiten

Buch

  29,90 €
ISBN 978-3-8288-2021-0
Lieferbar
Preisangaben inkl. MwSt. Abhängig von der Lieferadresse kann die MwSt. an der Kasse variieren.
Beschreibung
„Der Erinnerung zu begegnen, heißt sie zerstören“, liest man in Doron Rabinovicis Roman Suche nach M. – wenig später jedoch: „Der einzige Weg aus der Vergangenheit in die eigene Zukunft führt über die Erinnerung.“ In diesem Spannungsfeld bewegt sich die literarische Erinnerung an Schoah und Nationalsozialismus. Verschweigen ist keine Alternative. Doch mit dem Aufschreiben erinnerter Inhalte bekommt die als Geschichte erzählte Geschichte Sinn, wenngleich einen subjektiven. Um die Folgen dieses Sinnstiftungsvorgangs zu relativieren, ziehen sich Gegenwartsliteraten oftmals auf die Position einer privaten Erinnerung zurück. Sie behaupten, es werde eine Familiengeschichte erzählt – mehr nicht. In diesem Buch dechiffriert Sebastian Griese anhand eines breiten Spektrums rund dreißig literarischer Texte die angewandten Erzähltechniken dieser inszenierten Privatheit. Er hinterfragt dabei die Möglichkeiten und Grenzen der Werke für kollektive Erinnerungskulturen. Auch Beispiele sogenannter Migrantenliteratur finden Beachtung und setzen den spezifisch deutschen Erinnerungsdiskurs in einen größeren Kontext. Damit wird – zunächst überraschend – deutlich, dass auch Erinnerungsliteratur eine Unterhaltungsfunktion erfüllt.
Bibliografische Angaben
Auflage 1
ISBN 978-3-8288-2021-0
Untertitel Möglichkeiten und Grenzen literarischer Erinnerung
Erscheinungsdatum 23.09.2009
Erscheinungsjahr 2009
Verlag Tectum
Ausgabeart Hardcover
Sprachen deutsch
Seiten 298
Copyright Jahr 2009
Medium Buch
Produkttyp Wissenschaftsliteratur
Produktsicherheit

Hersteller der hier angebotenen Produkte gemäß GPSR

Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Waldseestraße 3 - 5
76530 Baden-Baden, Deutschland

service@nomos.de
www.nomos.de