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Entführungen im bürgerlichen Trauerspiel, Singspiel und Abolitionsdrama des 18. Jahrhunderts
Rombach, 1. Auflage 2024, 323 Seiten
Das Werk ist Teil der Reihe
Texturen
Beschreibung
Entführungen haben in der Literatur des 18. Jahrhunderts Konjunktur. Die Studie zeigt am bürgerlichen Trauerspiel, Abolitionsdrama und Singspiel, dass Entführungen die Verhandlung maßgeblicher Zeitthemen des 18. Jahrhunderts ermöglichen. Sie setzen das Verhältnis der Geschlechter in Szene und leisten damit einen Beitrag zur Erörterung der Fragen, die eine sich im Übergang zur emotionalen Moderne befindliche Vorstellung von Liebe in Fülle aufwirft. Entführungen zeigen dislozierte und dadurch oft auch sozial ortlos gewordene Figuren und veranschaulichen so jene Erfahrung, die sich aus dem Übergang von der Inklusions- zur Exklusionsindividualität ergibt. Und schließlich erlaubt es der Topos der Entführung, Interkulturalität in Szene zu setzen.
Bibliografische Angaben
| Auflage | 1 |
|---|---|
| ISBN | 978-3-98858-065-8 |
| Untertitel | Entführungen im bürgerlichen Trauerspiel, Singspiel und Abolitionsdrama des 18. Jahrhunderts |
| Erscheinungsdatum | 04.12.2024 |
| Erscheinungsjahr | 2024 |
| Verlag | Rombach |
| Ausgabeart | Softcover |
| Sprachen | deutsch |
| Seiten | 323 |
| Medium | Buch |
| Produkttyp | Wissenschaftsliteratur |
Rezensionen
»Dass die Bedeutung der Entführung als literarisches Sujet aber nicht
in einer transhistorischen Verquickung von Sexualität und Gewalt aufgeht, wie sie Luce Irigaray 1987 als Urszene des Patriarchats beschrieben hat,¹ sondern darüber hinaus historisch differenziert zu betrachten ist, legt Irmtraud Hnilicas überarbeitete Habilitationsschrift mehr als überzeugend dar. Diese Differenzierung leistet die Studie, indem sie die zentrale Stellung der Entführung für dramatische Gattungen zwischen 1755 und 1794 aufzeigt und damit zur Erforschung des 18. Jahrhunderts beiträgt.«
Dr. Cornelia Pierstorff, Zeitschrift für Germanistik 2/2026, 216
in einer transhistorischen Verquickung von Sexualität und Gewalt aufgeht, wie sie Luce Irigaray 1987 als Urszene des Patriarchats beschrieben hat,¹ sondern darüber hinaus historisch differenziert zu betrachten ist, legt Irmtraud Hnilicas überarbeitete Habilitationsschrift mehr als überzeugend dar. Diese Differenzierung leistet die Studie, indem sie die zentrale Stellung der Entführung für dramatische Gattungen zwischen 1755 und 1794 aufzeigt und damit zur Erforschung des 18. Jahrhunderts beiträgt.«
Dr. Cornelia Pierstorff, Zeitschrift für Germanistik 2/2026, 216
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