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Kraft

Rilkes Michelangelo

Ein übersetzerischer Dialog der Klassischen Moderne mit der Renaissance
Ergon,  2014, 317 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-95650-035-0


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Das Werk ist Teil der Reihe Klassische Moderne (Band 22)
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Rilkes Michelangelo-Übersetzungen wurden bisher kaum untersucht, weder in der Rilke- noch in der Michelangelo-Forschung. Bis heute überstrahlen Michelangelos geniale bildkünstlerische Monumente seine "Rime", erst in jüngster Zeit entwickelt sich allmählich ein Bewusstsein für den poetischen Eigenwert dichterischer Übersetzungen.
Die interdisziplinäre Studie ist in zwei Hauptkapitel gegliedert. Die Verfasserin untersucht zunächst Rilkes ästhetische Auseinandersetzung mit Michelangelos bildkünstlerischem Werk. Sie zeigt, wie daraus bei Rilke ein eigenes Michelangelo-Bild entsteht, im Kontext des durchaus ideologisch aufgeladenen Michelangelo-Diskurses der Jahrhundertwende.
Danach wird erstmals systematisch Rilkes übersetzerische Rezeption von Michelangelos Lyrik in den Blick genommen. Zunächst wird das zu Rilkes Lebzeiten disparate Korpus von 118 Übersetzungen (entstanden zwischen 1912 und 1922) editionsgeschichtlich, formästhetisch und thematisch gegliedert. Danach wird der übersetzerische "Dialog" auf der Grundlage eines adaptierten Intertextualitätsbegriffs anhand von sechs Übersetzungsbeispielen analysiert und durch den Vergleich mit den Vorgänger-Übersetzern Herman Grimm und Sophie Hasenclever in seiner spezifischen Ästhetik konturiert. Die Studie zeigt abschließend Rilkes Abwendung vom Universalkünstler Michelangelo hin zum Sänger Orpheus als Prozess einer werkimmanenten Poetologie, in welchem sich sein Selbstverständnis als reifer Dichter manifestiert.

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