Evidenzbasierte Politikformulierung in der Schweiz

Gesetzesrevisionen im Vergleich
Nomos, 1. Auflage 2012, 378 Seiten

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ISBN 978-3-8452-4332-0
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Beschreibung
Das Konzept der evidenzbasierten Politik (EBP) fordert, dass politische Entscheidungen auf forschungsbasierten Informationen zur Wirksamkeit staatlicher Massnahmen beruhen sollen. So werde die staatliche Steuerung verbessert. Dieses Buch liefert wichtige Befunde zu den Möglichkeiten und Grenzen einer EBP in modernen Demokratien.
Die empirische Untersuchung fokussiert auf Gesetzesrevisionen in der Schweiz und umfasst zwölf Fallstudien aus der Verkehrssicherheits-, Drogen-, Gesundheitsversorgungs- und Asylpolitik.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Einfluss der Evidenz in Gesetzesrevisionen maßgeblich bestimmt wird durch a) die Qualität der Evidenz, b) die Kontakte zwischen Forschung und Politik sowie c) den politischen Kontext (institutionelle Voraussetzungen, Charakteristika des Politikbereichs, Revisionsdynamik und Konfliktivität der Thematik). Geringe Bedeutung für EBP hat hingegen die Vermittlung von Forschungserkenntnissen zur Wirksamkeit von staatlichen Massnahmen durch die Massenmedien. Ein weiteres Fazit der Studie ist, dass die Konsensorientierung des politischen Systems der Schweiz die demokratietheoretisch problematische Tendenz von EBP zur Technokratisierung vermindert.
Bibliografische Angaben
Auflage 1
ISBN 978-3-8452-4332-0
Untertitel Gesetzesrevisionen im Vergleich
Erscheinungsdatum 29.10.2012
Erscheinungsjahr 2012
Verlag Nomos
Ausgabeart eBook
Sprachen deutsch
Seiten 378
Medium eBook
Produkttyp Wissenschaftsliteratur
Rezensionen
»Frey begibt sich tief in ihre Fallbeispiele und spürt
den Feedbackprozessen mithilfe von Dokumentenanalysen und Experteninterviews
nach. Sie entwickelt auf dieser Grundlage ein Modell, das unter anderem die
massenmediale Diffusion und den Politikbereich berücksichtigt und für
anschließende Forschungen genutzt werden kann.«

Ines Weber, pw-portal.de 12/2014