Loyalitätsobliegenheiten und Grundrechte

Eine Analyse zur Kündigung kirchlicher Arbeitnehmer im europäischen Mehrebenensystem
Nomos, 1. Auflage 2021, 732 Seiten

Buch

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ISBN 978-3-8487-7091-5
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Beschreibung
Die Arbeit analysiert Loyalitätsobliegenheiten aus europäischer Perspektive. Aus Konventions- und Unionsrecht erarbeitet der Autor einen Abwägungsansatz, der das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaft mit den Grundrechten des Arbeitnehmers austariert. Im Zentrum dessen steht die Funktion des Arbeitnehmers in der religiösen Sendung der Religionsgemeinschaft und des Arbeitgebers. Die Rechtsprechung des BVerfG bedarf vor diesem Hintergrund der Revision. Sie schafft keinen interessengerechten Ausgleich der kollidierenden Verfassungsgüter, ist strukturell diskriminierend, unterschreitet das Mindestmaß an Menschenrechtsschutz und bietet unzureichende Lösungen für Loyalitätsobliegenheiten in einer religiös pluralisierten Gesellschaft.
Ausgezeichnet mit dem Bayreuther Dissertationspreis für europäisches Arbeitsrecht 2021 und dem Küttner Promotionspreis 2022 der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln.
Bibliografische Angaben
Auflage 1
ISBN 978-3-8487-7091-5
Untertitel Eine Analyse zur Kündigung kirchlicher Arbeitnehmer im europäischen Mehrebenensystem
Erscheinungsdatum 13.07.2021
Erscheinungsjahr 2021
Verlag Nomos
Ausgabeart Softcover
Sprachen deutsch
Seiten 732
Medium Buch
Produkttyp Wissenschaftsliteratur
Rezensionen
»Morgenbrodt hat mit seiner Arbeit ein nahezu enzyklopädisches Werk vorgelegt, mit dem all diejenigen, die sich mit dem Arbeitsrecht in den Kirchen, den kirchlichen Loyalitätsobliegenheiten und dem europäischen Einfluss auf diese Gebiete beschäftigen, in Zukunft guten Gewissens ihre Lektüre beginnen können. Verf. schafft es, den derzeitigen Rechtsstand und die Entwicklung dorthin konzise und nahezu abschließend darzustellen. Neben der umfangreichen Aufarbeitung der beiden europäischen Ebenen kann auch deren Verzahnung mit dem nationalen Verfassungs- wie Arbeits- bzw. Kündigungsrecht sehr überzeugen. Deutlich dürfte am Ende des Lesens erneut werden, dass nicht wenige kirchliche Privilegien auch künftig aufgrund des europäischen Einflusses nicht mehr in der alten Form zu halten sein werden. Gleichzeitig ist zu hoffen, dass die gelungene Dissertation dazu beiträgt, die Gründe für diese Veränderungen verständlicher zu machen und so mit allzu einfachen Vorwürfen in Richtung Europa aufzuräumen.«
Marten Gerjets, ZevKR 1/2023, 68. Band

»Hat man die 732 Seiten aufmerksam gelesen, ist man beeindruckt. Dem Autor gelingt es über weite Strecken, die überfällige Verknüpfung der verschiedenen ebenen herzustellen, die bei der Kündigung kirchlicher Arbeitnehmer relevant werden. Sehr viel Neues und Lohnenswertes zu einem bekannten Thema.«
Prof. Dr. Jacob Joussen, VSSAR 5/2021
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